Google Glass: Journalist darf Googles Brille testen

Seit ein paar Monaten wabert Googles mysteriöse Brille durch das Netz. Nur wenige Menschen konnten die Brille in der Vergangenheit ausgiebig testen und darüber in allen Details berichten. Google Glass hat man wirklich noch nicht in den Gesichtern von vielen Menschen sehen können. Das war bislang nur Google-Mitarbeitern vorbehalten, die in die Entwicklung involviert sind. Zuletzt durfte eine Designerin für ein Video-Projekt bei der Fashion Show in New York damit über den Laufsteg laufen – mehr aber nicht.

Doch Google hat sich offenbar erweichen lassen, denn erstmals durfte ein Journalist Hand an das kostbare Device legen. Spencer E. Ante schreibt für das Wall Street Journal und durfte sich unter Aufsicht von Sergey Brin, er arbeitet bei Google, über den aktuellen Entwicklungsstand informieren. Details konnte er zwar nicht erfahren, aber zumindest in die nahe Zukunft hineinschnuppern. Seinem Eindruck zufolge lässt sich die Brille am ehesten mit einem Smartphone vergleichen, welches halt in einer Brille untergebracht ist. Grundsätzlich kann man mit der Brille telefonieren, Nachrichten verschicken, Fotos machen etc. – alles nicht wirklich neu.

Der Journalist zeigte sich trotz des großartigen Potenzials der Brille ein wenig enttäuscht. Derzeit würden viele Funktionen wie die Navigation noch nicht funktionieren. Allerdings dürfte sich das ändern, wenn Anfang 2013 die ersten Entwickler-Modelle käuflich zu erwerben sind. Derzeit kann man davon ausgehen, dass diese Modelle dann rund 1500 Dollar kosten werden. Im Anschluss dürfte es dann noch mal 1-2 Jahre dauern, bis Google ein serienreifes, funktionierendes Modell auf den Markt bringt.