iPad 4 vs. iPad mini

Das iPad mini galt unter der Regie von iGuru Steve Jobs noch als undenkbar. Er hielt Tablets in dieser Größe als tot vor ihrer eigentlichen Geburt. Doch da irrte sich der Apple-Mitbegründer. Mittlerweile ist das kleine Tablet auf dem Markt, verkauft sich besten. Gleiches gilt übrigens auch für den großen Bruder, das iPad 4. Doch worin liegen die Unterschiede der beiden Tabs? Brauche ich das Tablet mit 9,7-Zoll-Bildschirm (24,6 Zentimeter) oder reicht das verkleinerte mini mit 7,9 Zoll (20,1 Zentimeter)?

iPad mini
Der Größenunterschied zwischen den beiden Tabs ist schon groß. Darüber hinaus wiegt die kleine Variante mit 308 Gramm nicht einmal die Hälfte des iPad 4 (652 Gramm). In Sachen Power merkt man nicht wirklich einen Unterschied, der A5 Prozessor der kleinen Variante steht dem A6 Chip im iPad bei „normaler“ Nutzung nicht viel nach. Alles Apps laufen flüssig, gleiches gilt für das iOS. Beim Display mit der Auflösung des alten iPad 2 hat das iPad mini aber das Nachsehen gegenüber der Retina-Variante des „normalen“ iPads, dessen Screen deutlich schärfer ist. Der Preis der kleinen Variante liegt dagegen weit unter dem des iPad 4, denn los geht’s bei 329 Euro für 16 GB Speicher. Besser man investiert aber 429 Euro für 32 GB. Die Versionen mit LTE-Mobilfunk kosten 130 Euro Aufpreis. Allerdings klappt das schnelle Surfen nur im Netz der Telekom.

iPad 4
Wer die beiden Geräte gleichzeitig in der Hand hält, der hat den Eindruck, dass sich das iPad 4 im Vergleich zum mini richtig schwer und wuchtig anfühlt. Das große iPad lohnt sich für das Betrachten von Fotos, Filmen oder Büchern. Auch aufwändige Spiele-Apps machen dank der Grafikpracht und dem stärkeren Prozessor schon mehr Spaß. Der hochauflösende Retina-Bildschirm zeigt alles viel schärfer an, die Farben sind hier schon um Welten besser. Beide Tabs haben übrigens die gleiche Kamera verbaut bekommen. Die hintere Knipse löst mit 5 Megapixeln auf, die vordere, die sich für Videotelefonie eignet, löst mit 1,2 Megapixeln auf. Darüber hinaus verfügen beide Modelle über Wi-Fi (802.11a/b/g/n; 802.11n auf 2,4 GHz und 5 GHz), Bluetooth 4.0, GSM/EDGE, UMTS/HSPA/HSPA+/DC-HSDPA und LTE. Die Akkuleistung unterscheidet sich ebenfalls nicht, bei Tabs schaffen bis zu 10 Stunden Surfen im Web mit Wi-Fi, Video- oder Musikwiedergabe. Bis zu 9 Stunden sind es beim Surfen im Web über ein mobiles Datennetz. Das große iPad kostet in der vierten Generation mind. 499 Euro (16 GB). Für 599 Euro bekommt man 32 GB.

Für wen lohnt sich welches Tablet?
Grundsätzlich ist es eine reine Geschmackssache: Darf es nun ein bisschen mehr sein? Für das iPad mini sprechen sicherlich die kompakten Abmessungen, das geringe Gewicht und die im Großen und Ganzen perfekte Performance. Das iPad 4 ist größer, schwerer und unhandlicher, dafür aber auch mit einem besseren Display und einem leistungsstärkeren Prozessor ausgestattet. Wir sind der Meinung, dass jemand, der ein Tablet für unterwegs sucht, mit dem man im Netz surfen, einen kurzen Film schauen und ein paar Pics machen möchte, durchaus zur mini-Variante greifen sollte. Wer allerdings vor allem Videos und Bilder schaut, aufwendige Apps spielt und Wert auf eine extrem hohe Auflösung legt, der kommt aktuell am iPad 4 nicht vorbei.

iPad mini
CPU: Apple A5 (1 GHz)
Speicher RAM: 512 MByte
Speicher Flash: 64 GByte
Display: 7,9 Zoll
Abmessungen: 20,0 x 13,5 x 0,7 cm
Gewicht: 310 g

iPad 4
CPU: Apple A6X (1,4 GHz)
Speicher RAM: 1.024 MByte
Speicher Flash: 64 GByte
Display: 9,7 Zoll
Display: 2.048 x 1.536 Pixel (4:3)
Abmessungen: 24,1 x 18,6 x 0,9 cm
Gewicht: 652 g