Was ist Google Glass

Während der I/O-Konferenz in San Francisco 2012 stellte der US-Internetkonzern Google das Google Project Glass vor: Zu den Kommentaren von Google-Mitbegründer Sergey Brin wurde eine tolle Show gezeigt, die dem spektakulären Auftritts von Google Glass standhalten sollte. Natürlich trugen die Akteure alle Datenbrillen, streamten Videos in den Konferenzsaal.

Google Glass

Allerdings handelte es sich bei den damals gezeigten Brillen um Prototypen, denn die Marktreife erreicht Project Glass erst 2014. Allerdings soll es ab 2013 eine Entwicklerversion für 1.500 US-Dollar geben, die man erwerben kann. Mit Informationen wollte Google aber zu jener Zeit nicht groß um sich werfen, „ziemlich starker Prozessor und eine Menge Speicher“ soll Google Glass haben, eine Kamera, Mikrofon, Kompass, GPS, Gyroskop, WLAN und Bluetooth auch. Beim US-Patentamt hat Google einige Patente für Google Glass gesichert. Vor allem die Grundzüge des Designs werden hier festgelegt. Zudem patentiert man sich den Nasenbügel-Sensor. Dieser hilft Google Glass zum Beispiel beim Registrieren, wann der Anwender sie trägt. Zudem wird ein Dokument über die Verarbeitung von Audio-Signalen geführt. Demnach kann Project Glass erkennen, aus welcher Richtung Geräusche stammen, zudem welchen Ursprungs sie sind. Auch die Entfernung könne sie bestimmen.

Eine solche Datenbrille könnte auf dem Schwarzmarkt natürlich viel Geld bringen. Das weiß auch Google und hat Google Glass einen ausgefeilten Diebstahlschutz verpasst. Das Stehlen der Brille wird man nicht vollends verhindern können, doch es soll den Langfingern mit der Hardware vermiest werden. Demnach werden „unnatürliche” Bewegungen mittels Sensoren erkannt und führen zum Sperren des Geräts.  Auch Kopfbewegungen, die sich von denen des Trägers unterscheiden, sollen mittels Kamera, Gyroskop, Schock-Sensoren, Kompass, Beschleunigungssensor, Magnetometer, Sonar sowie Orientierungssensoren und GPS erkannt werden.  Sollte Project Glass eine Abweichung registrieren, sperrt sich das System automatisch.

Auch das ruckartige Entreißen soll zu einer sofortigen Sperrung führen. Zudem sollen Merkmale wie Druckstärke der Nasenbügel und Abstand der Brille von Google Glass gespeichert werden. Das Gleiche gilt für Puls, Atemfrequenz oder Sprachmuster. So soll der wahre und rechtmäßige Träger jederzeit erkannt werden. Zuletzt tauchten sogar Meldungen im Netz auf, die davon sprachen, Project Glass würde sich im Extremfall sogar selbst zerstören, wenn sie gestohlen werden würde. Auch wenn Google sicherlich alles dafür tun würde, um gerade im Entwicklungsstatus kein Gerät zu verlieren, geht das wohl doch einen Schritt zu weit. Denn immerhin könnte man so unschuldige Menschen verletzen, die zum Beispiel eine Google Glass zufällig finden. Doch eines scheint klar: bei einem so heiklen Projekt wie Google Glass muss man alles dafür tun, dass die Technik so gut wie möglich abgesichert ist.

Was ist Google Glass, 3.0 out of 5 based on 1 rating